Prognose: Zins für Immobilienkredite geht massiv nach oben

Die Inflation bringt die Zinsen zurück: Innerhalb eines Monats stiegen diese für zehnjährige Immobilienkredite von 0,8 Prozent auf rund ein Prozent und beenden damit eine zweijährige Stagnation. Ist das Ende der Niedrigzinsphase erreicht, die auch die Immobilienpreise zuletzt so befeuerte? Experten glauben: Das ist erst der Anfang. Die Zinsen werden noch viel stärker steigen. Demzufolge sei die Deflationsgefahr, die die Grundlage der Niedrigzinspolitik der EZB war, überwunden. Die Zentralbank werde den Experten zufolge deshalb bald das machen, was in anderen Ländern schon geschah: An der Zinsschraube drehen.

Oliver Fründt: Steigende Zinsen haben nicht nur Auswirkungen für Immobilienkäufer, deren monatliche Raten sich erhöhen werden und und deren Aufwendungen für Zinsen über die gesamte Laufzeit des Kredites deutlich steigen werden. Auch für Immobilienverkäufer werden sich steigende Zinsen bemerkbar machen: wenn die durch die bisherigen Super-Niedrigzinsen befeuerte Kaufkraft der Interessenten durch steigende Zinsen sinkt, werden Käufer wieder stärker über die Höhe des Kaufpreises verhandeln und sich die Wunschimmobilie bald nicht mehr „um jeden Preis“ sichern wollen.

Experten rechnen mittelfristig mit einem Zinsanstieg von bis zu 4,0 Prozent für 10-jährige Zinsbindungen. Eigentümer mit bestehenden Vermarktungsabsichten sind daher gut beraten, einen Immobilienverkauf anzuschieben, bevor deutlich weiter steigende Zinsen Druck auf die Immobilienpreise erzeugen.

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